10 Regeln zum Schutz von Natur und Mensch

Beachten Sie die 10 Regeln für das Befahren der Fließgewässer. Bei Sport und Spaß auf dem Wasser, auch bei der Nutzung von Binnenseen und kleineren Fließgewässern, können Gefahrensituationen entstehen, auf die es vorbereitet zu sein gilt.

Wichtige Meldungen

1. Bootstour sorgfältig planen.
Beachten Sie die Befahrbarkeit der Gewässer für unterschiedliche Bootstypen. Gekennzeichnete und abgesperrteNebengewässer dürfen nicht befahren werden.

2. Über Gefahren informieren.
Die Benutzung der Gewässer erfolgt auf eigene Gefahr. Bitte legen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit eine Schwimmweste an. Bitte beachten Sie weiterhin das Rechtsfahrgebot auf allen Gewässern und die Hinweise zum Bedienen der Schleusen. Haben Sie ein besonderes Augenmerk auf die Strömungsverhältnisse in der Nähe von Wehren und Staustufen. Halten Sie hier zu Ihrer eigenen Sicherheit immer genügend Abstand.

3. Gewässerinformationen einholen.
Informieren Sie sich vor Beginn einer Bootsfahrt über die Bedingungen und Verhältnisse auf den Gewässern. Informationen über Hochwasserwarnungen und Wasserstände können im Internet unter www.hochwasserzentrum.sachsen.de und www.gewaesserverbund.de sowie beim Amt für Umweltschutz der Stadt Leipzig, den Landratsämtern und bei Verleihern eingeholt werden. Bei Hochwasserführung der Gewässer, bei unsichtigem Wetter oder Sturm ist zur eigenen Sicherheit auf eine Bootsfahrt zu verzichten bzw. diese umgehend abzubrechen. Am Palmengartenwehr erfolgt bei erhöhter Wasserführung eine besondere Warnung durch einen roten Ball, der am Gebäude über dem Mittelpfeiler weithin sichtbar ist. Auch auf das Befahren der Gewässer bei Niedrigwasserständen (< 30 cm für muskelgetriebene Boote und < 60 cm für Motorboote) ist nicht nur aus Gründen des Naturschutzes und der Gewässerökologie, sondern auch zu Ihrer eigenen Sicherheit zu verzichten.

4. Was Kanuten wissen müssen.
Alle Kurse des Touristischen Gewässerverbundes sind für Kanuten befahrbar. Beachten Sie jedoch die besonderen Regelungen zum Schutz der Natur auf einigen Abschnitten der Weißen Elster.

5. Was Motorbootsnutzer wissen müssen.
Motorbootverkehr ist auf Abschnitten der Weißen Elster und der Pleiße, dem Elster- und Pleißefl utbett, dem Karl-Heine-Kanal, im Lindenauer Hafen und auch auf bestimmten Verbindungskanälen zwischen den Seen möglich. Die motorgetriebene Schiff - und Floßfahrt ist nur mit Genehmigung möglich. Eingeholt werden kann diese bei den zuständigen Wasserbehörden der Stadt Leipzig und der Landratsämter. Geben Sie bitte Acht, dass Sie beim Motorbootfahren die Sportausübung der zahlreichen organisierten Ruderer und Kanuten sowie der erholungssuchenden Bürger nicht beeinträchtigen.

6. Anlege- und Einsetzstellen nutzen.
Nutzen Sie die eigens dafür vorgesehenen und gekennzeichneten Plätze. Meiden Sie die empfi ndlichen Uferzonen
mit Röhrichten, Uferstauden, feuchten Wiesen und dichten Ufergehölzen, um nicht in den Lebensraum von Vögeln, Kleintieren und Pflanzen einzudringen.

7. Tiere und Pflanzen schützen.
Halten Sie vor allem in naturnahen Gewässerabschnitten einen ausreichenden Abstand zum Ufer, um Störungen der Tier- und Pflanzenwelt zu vermeiden.

8. Saisonzeiten beim Befahren der Weißen Elster einhalten.
Damit eine Nutzung der Weißen Elster im Einklang mit der Natur stattfi nden kann, ist für den Abschnitt zwischen Knauthain und Wehr Großzschocher im Zeitraum von 15. Februar bis 15. Mai auf eine Befahrung zu verzichten. Unterhalb der Einstiegsstelle des TSV 1893 LeipzigWahren gilt es, das Gebot der Befahrung in geführten Gruppen ab 1. August eines jeden Jahres zu beachten.

9. Begrenzungen der Fahrgeschwindigkeiten einhalten.
Beachten Sie bei Motorbootfahrten die generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Fließgewässern, Kanälen und Mühlgräben von 5 km/h. Auf der Weißen Elster zwischen Pistorissteg und Palmengartenwehr sowie auf dem Elster- und Pleißefl utbett und auf den Seen beträgt die Höchstgeschwindigkeit 10 km/h.

10. Auf Natur und Mitmenschen Rücksicht nehmen.
Bitte nehmen Sie generell Rücksicht auf die Natur und Ihre Mitmenschen, fahren Sie vor allem in den naturnahen Abschnitten der Fließgewässer nicht in größeren Gruppen und vermeiden Sie unnötigen Lärm. Ebenso ist das Befahren der Badebereiche
der Seen und anderer Stellen, die durch Bojen gekennzeichnet sind (z. B. im Südbereich des Cospudener Sees), nicht erlaubt. Hinweis: Die Regelungen zu saisonalem Befahrungsverzicht in den Naturvorrangbereichen sowie zum Verzicht auf Fahrten bei Niedrigwasser sind Selbstverpflichtungen zum Schutz von Natur und Landschaft. Im Rahmen eines Monitorings, das begleitend zur Entwicklung der wassertouristischen Nutzung in den Schutzgebieten erfolgt, wird die Effizienz aller Regelungen überprüft. Bei veränderten Rahmenbedingungen kann nachsteuernd reagiert werden. In Bezug auf die bisherigen
Selbstverpflichtungen kann dies über förmliche Anerkennungen (Unterzeichnung eines Regelbuches durch Vereine, kommerzielle Anbieter, Gebietskörperschaften) bis hin zur gesetzlichen Verankerung in naturschutz- oder wasserrechtlichen Verordnungen führen.